Das Projekt Sternenpark lässt auch an zwei Neuruppiner denken

Der Antrag des Landrats ist abgeschickt, nun gilt es abzuwarten, ob die Kyritz-Ruppiner Heide zum Sternenpark erklärt wird. Mit der kühleren Jahreszeit könnte der Blick noch klarer werden. Einen besonderes Auge für die Sternenpracht hatten schon zwei Söhne Neuruppins, der eine sogar als Astronom...

Juristische Turbulenzen um Schlammrohrsicherheit im KKW Rheinsberg

Der Fall scheint entschieden: Die bundeseigene Entsorgungsfirma EWN kann wie geplant weitermachen im KKW Rheinsberg. Aber es besteht noch kurze Zeit Einspruchsmöglichkeit für das Umweltministerium in Potsdam. Es geht um Sicherheitsauflagen bei Arbeiten in einem nuklear kontaminierten Bereich...

Müll und Trennung? – Abfallberaterin Anne Neumann weiß Rat!

Sigmund Freud im Kleinformat, Theodor Fontane im Großformat, davor drei Mülltonnen. Dazu Hirn oder Himbeere in Gedanken. Eine dieser Installationen? Eher nicht. Zufallskunst. Man muss das trennen. Und den Müll auch. Auf Trennungsfragen hat Anne Neumann ein paar Antworten...

Vom Umweltengagement in der DDR – Aufklärung oder Verklärung?

Mit dem alten Dampfer “Theodor Fontane” unterwegs in den ausgehenden 80ern des 20. Jahrhunderts nach Boltenmühle, das klingt nach Freizeitvergnügung. Erst Planerfüllung, dann Lebensgenuss? Im Hangar 312 war zu erleben, wie in den letzten Jahren der DDR versucht wurde, durch Kultur- und Bildungsarbeit einen kritischen Blick auf Mensch und Natur zu wagen. Das Interesse war groß. Ein paar Gäste sahen sich nun als jüngerer Mensch. Niemand lief raus...

Nachhaltigkeitskonzepte in Norwegen und Deutschland – Einblicke aus Trondheim

In der Gedankenscheune Lichtenberg berichtete Albert Zujest von seinem Studienjahr in Trondheim und verglich die Nachhaltigkeitskonzepte Norwegens und Deutschlands. Während Deutschland mit Energiewende und technologischem Know-how punktet, setzt Norwegen auf erneuerbare Energien und breite Akzeptanz für Klimaschutz. Beide Länder stehen jedoch vor ähnlichen Herausforderungen – Nachhaltigkeit bleibt ein gemeinsamer Weg...

Donald Bäcker im Stadtgarten: Effekte eines abklingenden Golfstroms sind nicht vor 2050 zu erwarten

„Vor 2050 müssen wir keine Folgen eines schwächelnden Golfstroms befürchten“ – mit dieser zynischen Entwarnung machte Wetterexperte Donald Bäcker beim Vortrag in Neuruppin deutlich, wie ernst die Klimakrise ist. Während Extremwetterlagen zunehmen, verwies er auf die Dringlichkeit von Veränderungen im Alltag: weniger Konsum, mehr Bahn statt Auto, regionale Ernährung und erneuerbare Energien. Rund 120 Teilnehmende der Nachhaltigkeitstage hörten aufmerksam zu und nahmen viele praktische Anregungen mit...

Wärmewende im Fokus: Neuruppin diskutiert Zukunft der Energieversorgung

Rund 50 Interessierte kamen am 18. September 2025 in den Ratssaal, um über die Neuruppin Wärmewende zu diskutieren. Stellvertretende Bürgermeisterin Daniela Kuzo eröffnete die Veranstaltung, die großes Interesse fand. Im Mittelpunkt standen das ambitionierte Geothermie-Projekt der Stadtwerke, die Versorgung der Ortsteile, soziale Fragen sowie die Chancen durch Investitionen. Besonders Cindy Prager (UfU) hob hervor, dass jede energetische Sanierung auch eine Investition in die Kommune sei – mit Vorteilen für Handwerk, Jobs und Steuereinnahmen...

Wetter oder Klima? Warum der Unterschied entscheidend ist – und wie das iSDG-Modell soziale Kipppunkte berücksichtigt

Am 19.09.2025 spricht Wetterexperte Donald Becker im Kulturhaus Neuruppin über den entscheidenden Unterschied zwischen Wetter und Klima. Während Wetter kurzfristige Schwankungen beschreibt, zeigt das Klima langfristige Trends – und genau hier wird sichtbar, wie stark der Mensch das globale Klima bereits verändert hat. Modelle wie Earth4All mit dem iSDG-Modell machen zudem deutlich: Ob wir Kipppunkte in Richtung Nachhaltigkeit erreichen, hängt nicht nur von der Physik, sondern auch von gesellschaftlichen Entscheidungen ab...

Bewusster leben, das richtige Maß finden – oder: der Geist der Fiona

Bei der Lesung in der Fontane-Buchhandlung stellte John von Düffel sein Buch „Ich möchte lieber nichts“ vor – inspiriert von Fiona, einer schottischen Studentin, deren radikaler Konsumverzicht und Suche nach Identität weit über Umweltethik hinausreichen. Im Rahmen des Europäischen Literaturfests Brandenburg diskutierte er über das „richtige Maß“ und die Balance zwischen Einsamkeit und Alleinsein. Fiona bleibt eine faszinierende Figur: introvertiert, individuell, radikal – und für heutige Fragen von Konsum und Bewusstsein hochaktuell...