Historisches Leben in Neuruppin
“Ein Yankee in der Mark” – ein fast vergessenes Buch in der Hand
Joachim Seyppel ist 50, als die DDR zwanzig wird. Er ist ein gebürtiger Steglitzer, sieht sich als Märker, aber er lebt Ende der 60er, wo man in Westmark zahlt. Er lebte und lehrte auch schon in den USA. Im Jahr 1967 begibt er sich auf “Wanderungen nach Fontane”. Das 1969 im Aufbau Verlag erschienene Buch “Ein Yankee in der Mark” ist im Altwarenhandel noch zu haben...
Das ehemalige Kaufhaus Magnet – bereit für Zeichen der Erinnerung?
Hier kam Max Silberberg am 27. Februar 1878 zur Welt. Nicht in diesem Haus, aber unter der damaligen Adresse Friedrich-Wilhelm-Straße 15. Ende Februar 2026 soll an der heutigen Karl-Marx-Straße 15 mit einer Gedenktafel an das Mitglied der jüdischen Gemeinde erinnert werden. Bild und Text waren bereits im Kunstraum zu sehen. Ob das funktioniert?...
In den Schinkelräumen wird Einblick in die Garagenwelt geboten
Eine Karte zeigt die Verteilung über das Stadtgebiet, Fotos zeigen unterschiedliche Ansichten von den Garagenhöfen in Nerruppin. Bei der Eröffnung der Ausstellung über diese “Orte für Autos und mehr” entwickelten sich lebhafte Gespräche. Schinkels Perspektive wurde auch eingenommen. Von Volkmar Heuer-Strathmann Als Mitglied des Vorstandes der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft und Initiator der Ausstellung gab Matthias Frinken ein...
Schuljubiläum in Neuruppin im Kriegsjahr 1915 – Gemischte Gefühle
Man konnte im Jahr 1915 in Neuruppin auf 550 Jahre Schulgeschichte zurückblicken. Doch der Blick fiel nicht ganz ungetrübt aus. Und eine richtige Festschrift mit Bildern und feierlichen Grußworten gab es auch nicht. Es war Krieg. Umso lesenwerter, was der Gymnasialdirektor Dr. Heinrich Begemann verlauten ließ...
Friedrich Ludwig Jahn – kein ganz einfacher Fall für die Gedenkkultur
Im ablaufenden Jahr gab es gute Gründe, in Neuruppin an den Bildhauer Max Wiese zu erinnern. Zu den Spuren, die er als Künstler hinterlassen hat, gehört auch das Denkmal für Friedrich Ludwig Jahn. Es verkörpert selbst Veränderungen der Erinnerungskultur. Und wirft Fragen auf. Zum Beispiel die, ob es wegkann. Oder ob es modern eingefasst werden sollte. Oder aufgefrischt wie früher mit Jahn und Loose, nur anders?...
Von Gohlungen nach Wuthenow? Walther Harichs Visionen vor 100 Jahren
Der Schriftsteller Walther Harich könnte als Neuruppiner verbucht werden. Noch ein Künstlername mehr auf der mit A wie Arendt, Erich beginnenden Ehrenliste. Das Dorf Wuthenow, wo Walther Harich von 1928 bis zu seinem Tode im Jahr 1931 lebte, ist heute Ortsteil von Neuruppin. Er fand dort, wovon zukunftsscheue Menschen in seinem Gohlungen träumten...
Abitur machte Kurt Gerstein in Neuruppin, die echte Reifeprüfung kam später…
Sein Betragen sei “im ganzen gut” gewesen, sein Fleiß “genügend”. Wer alte Zeugnisse zu lesen weiß, zumal solche der Reife, ahnt, dass die Lehrkräfte am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Neuruppin einiges auszusetzen hatten an Kurt Gerstein. Seine eigentliche Reifeprüfung sollte allerdings erst Jahre später kommen. Es geht um Weltgeschichte. Um Weltliteratur geht es auch...
Beim Anne-Frank-Projekt im Museum können junge Interessierte mitwirken
Der Name Anne Frank erinnert an Antisemitismus, Judenverfolgung, Zusammenhalt, Wagemut und Massenvernichtung in der NS-Zeit. Ihr Tagebuch hat sie weltberühmt gemacht. Nun läuft vom 11. Februar bis zum 9. März 2026 die Wanderausstellung “Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte” im Museum Neuruppin. Junge Interessierte können dabei mitwirken, die Thematik insbesondere der eigenen Generation näherzubringen...
Nicht nur Frauen setzten ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern
“Civibus aevi futuri” - so steht es über dem Portal des Alten Gymnasiums. “Für die Bürgerschaft der Zukunft!” Nun liest man darunter die Worte: “Wir sagen Nein zu Gewalt gegen Frauen!” Der Banner wurde bei einer Solidaritätsbekundung auf dem Schulplatz ausgerollt...









