Die Geschichte des Ferienhauses

Das Ferienhaus meines Onkels um 1926

Das Ferienhaus meines Onkels um 1926

Die Sommerfrische 1926

1926 erwarb Johannes Schultze, ein Onkel unserer Familie, das Grundstück in der sog. Kolonie Wuthenow.

„…Dies gab den Anlaß, auch ein Grundstück dort unmittelbar am See mit Holzhaus zu erwerben, wo wir die Wochenenden und Ferien verbringen konnten. Die Lage war paradiesisch schön. Das etwa ein Morgen große Grundstück mit herrlichen Baumbewuchs auf dem tiefen Abfall zum See hatte auch reichen Bestand an Obstbäumen. Ich schaffte mir ein Segelboot an, mit dem wir schöne Fahrten unternehmen konnten. Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen wurde in der Regel von der Familie ein Bad im See genommen…“Johannes Schultze, Geschichte der Stadt Neuruppin, 3.Auflage, Nachwort des Herausgebers

 
Die zerstörte Laube 1945

Die Laube nach dem Luftangriff

 

Das Kriegsende 1945

„…Das Kriegsende erlebte ich am Ruppiner See und wurde hier am 10.4.1945 auf meinem Grundstück das Ziel eines schweren amerikanischen Bombenangriffes, der unser Häuschen mit einer 500m entfernten Luftnachrichtenstelle verwechselt (hatte)…Ich war gerade vormittags beim Angeln, als der Angriff begann. Ich verließ das Grundstück, um Schutz in einem Unterstand zu suchen, kam aber nicht so weit. Der Luftdruck der Bombe drückte mich zu Boden. Etwa 10m vor mir entstand ein großer Bombentrichter, eine Bombe fiel auf einen Obstbaum und explodierte in der Luft, wodurch das Häuschen umgedrückt wurde… Der Garten war völlig verwüstet..“
Johannes Schultze, Geschichte der Stadt Neuruppin, 3.Auflage, Nachwort des Herausgebers

 
Erholung im Garten

Erholung im Garten

Die Jahre bis 2009

In den DDR-Jahren kümmerte sich ein guter Bekannter des Besitzers durch gelegentlichen Aufenthalt im Garten und Angeln am Wasser um das Grundstück.

Nachdem das Grundstück in unseren Besitz übergegangen war, wurde der stark verwilderte Garten von meinem Schwager in eine romatische Oase der Ruhe verwandelt. So diente uns der ausgeprägte wild-romatische Charakter des Gartens bei unseren regelmäßigen Neuruppin-Besuchen als Refugium der Ruhe und Entspannung. Er war eine willkommene Gelegenheit unsere kreativen Gestaltungskünste bei der Gartenarbeit zu erproben. Immer wieder wurden Möglichkeiten erörtert dort wieder ein Haus zu errichten.

Foto der Baustelle

Beginn der Bauarbeiten im Frühjahr 2010

 
 

Der Neuanfang 2010

Im Februar 2009 bekamen unsere Träume konkretere Strukturen.Wir nahmen Kontakt mit einem Neuruppiner Planungsbüro auf. Nach einem knappen Jahr waren die Planungen des nach baubiolgischen Gesichtspunkten konstruierten Einfamilien-Holzhauses abgeschlossen. Ende 2009 wurde der Bauantrag gestellt. Die Bauarbeiten begannen im Juni 2010. Bezugsfertig war das Haus im Oktober 2010 und steht seitdem unseren Gästen und uns für erholsame Ferien zur Verfügung.