Eine Reise am Weltgebetstag mit wunderbaren Kindern nach Nigeria

“Alla boa!” Schon mal gehört? Oder vielleicht: “Hambelleld omua!” Nein? Beim Familiengottesdienst in Alt Ruppin aus Anlass des Frauenweltgebetstages 2026 waren die Klänge zu hören als Lobpreisung Gottes, zuerst in Dioula, dann in Ovambo. Nigeria war in diesem Jahr als Bezugsland ausgewählt worden. Dort gibt es rund 500 Sprachen und Dialekte.

Von Volkmar Heuer-Strathmann

Geschickt wurden Vorstellungen geweckt von jenem Land in Afrika. Aber zuerst ging es an den Start mit dem Flieger. Das ruckelte nicht schlecht. Auf einer Landkarte war das Ziel zu sehen. Die Wüste. Die Savanne. Eine Metropole. Und reichlich Probleme. Dem Anlass entsprechend, blieb es bei Stichworten wie Armut und Kriminalität, Boko Haram inbegriffen. Die Verteilung von Moslems und Christen wurde veranschaulicht. Bilder kamen zum Einsatz. Und die Kinder konnten wilde Tiere zum Altarraum tragen. Das machte den Jüngsten sichtlich Freude. Kostproben wie aus den Gärten Nigerias wurden gereicht. Erquickung wurde versprochen und Stärkung, Worte Jesu waren die Losung des Tages: “So kommt doch alle zu mir, die ihr euch abmüht und belastet seid: Ich will euch ausruhen lassen.”

Kostproben für die Gemeinde aus Regionen fast wie Nigeria.

Corinna Kuhnt und ihr Team hatten beste Vorbereitung geleistet. So konnten zwei Szenen aus dem Alltag in Nigeria gespielt werden. Einmal gab es Streit um die Verwendung des Geernteten. Knappheit verschärft die Konflikte. Später durfte ein geplagtes Mädchen erleben, wie zwei Mitschülerinnen auf dem Problemfeld der Mathematik zu Helfenden werden und die Ernte verbessern. Die drei trugen farbige Schleier, standen aber als Beispiel für Weiterentwicklung und Menschlichkeit im Rampenlicht, nicht für Repression. Es gab viel verdienten Applaus im gut besuchten Gotteshaus. Auch das Lied “Segen, Gottes Segen” wurde schließlich am Piano begleitet.

Mit Hilfe und Ermutigung darf hier gerechnet werden.
Fotos: VHS

Als Gemeindepädagogin ging Corinna Kuhnt auch auf die Frage ein, wie in diesen Tagen weltweiter Anspannung und erschütternder Bilder etwas Ruhe gefunden werden könne. Das Bild der zur Seite geschobenen Wolken prägte sich ein, ganz unabhängig vom Tageswetter. Der Familiengottesdienst selbst dürfte auch dazu beigetragen haben, Zuversicht zu entwickeln und im Glauben Halt zu finden – schon durch die wunderbaren Kinder und ihr beseeltes Spiel.

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