Landrat unterwegs im Nordosten: Reha-Klinik in Lindow und Agrarbetrieb in Rheinsberg im Fokus

Zum Auftakt seiner Unternehmensbesuche war Landrat Ralf Reinhardt in Lindow und Rheinsberg unterwegs. Im Fokus: moderne Psychotherapie in historischen Gebäuden und innovative Landwirtschaft mit Zukunft.

Quelle: Pressemitteilung der REG

Persönliche Gespräche, Einblicke hinter die Kulissen und der direkte Austausch über Chancen und Herausforderungen vor Ort: Landrat Ralf Reinhardt hat gemeinsam mit der REG Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg seine Unternehmensbesuche 2026 gestartet. Zum Auftakt ging es in den Nordosten des Landkreises – nach Lindow und Rheinsberg.

Heilung im historischen Ambiente: Besuch in der salus klinik Lindow

Erste Station war die salus klinik Lindow. Empfangen wurde die Delegation von Klinikdirektor Robert Schöneck, der seit 2020 die Geschicke des Hauses leitet.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Entwicklungen und Zukunftspläne:

Die erfolgreich etablierte Zusammenarbeit mit der Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) bei der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Perspektivisch möchte die Klinik Lehrkrankenhaus für das Direktstudium Psychotherapie werden.
Erweiterungspläne mit dem Ziel, künftig allen Patientinnen und Patienten Einzelzimmer anbieten zu können. Die Nachfrage steigt – auch im Bereich der Suchttherapie.
Personalfragen und die Verbesserung der ÖPNV-Anbindung zwischen Berlin und dem Klinikstandort.

Beim anschließenden Rundgang wurde deutlich, wie gelungen die Verbindung von historischer Bausubstanz und moderner Therapiearbeit ist. Die Klinik bietet hochwertige Psychotherapie, nutzt die Gebäude wirtschaftlich sinnvoll und zieht Studierende wie Fachkräfte in die Region.

Landrat Reinhardt betonte:
„Die salus klinik Lindow hat nicht nur für die Patientinnen und Patienten ein tolles Angebot – auch die Region profitiert enorm. Allein die große Zahl von Studierenden, die hier ausgebildet werden, ist ein großer Erfolg.“


Steffen Müller, Ralf Reinhardt und Tobias Schulz vor einem der beiden Mähdrescher der Agrar Rheinsberg GmbH
(Fotos: Wiebke Nowack, REG)

Moderne Landwirtschaft mit Weitblick: Agrar Rheinsberg GmbH

Zweite Station war die Agrar Rheinsberg GmbH. Geschäftsführer Tobias Schulz empfing den Landrat und das REG-Team auf dem Betriebsgelände – auch wenn im Februar auf den Feldern naturgemäß wenig zu sehen ist.

Im Aufenthaltsraum lenkten Eimer mit Erde und gekeimten Erbsen das Gespräch direkt auf Themen wie Fruchtfolge, Saatgutpreise und Agrarförderung. Weil die eigenen Erbsen aus dem Vorjahr nicht als Saatgut geeignet sind, muss teuer eingekauft werden – mit Folgen für die Anbauplanung 2026.

Darüber hinaus ging es um:

mögliche Aufstockung der Mutterkuhherde
vertragliche Vereinbarungen mit einer Biogasanlage
das Ziel, möglichst wenig Biomasse vom Acker zu holen
und den konsequenten Einsatz moderner Technik

Besonders beeindruckt zeigte sich der Landrat von der strukturierten Betriebsführung. Die Geschichte des Unternehmens ist ungewöhnlich: Aus der LPG wurde nach der Wende zunächst eine Genossenschaft, später eine GmbH. Schließlich fand man einen Investor, der den Standort, die Betriebsleitung vor Ort und die Arbeitsplätze erhalten wollte. Heute arbeitet das Team mit großem Gestaltungsspielraum – wirtschaftlich stabil und zukunftsorientiert.

Tobias Schulz setzt auf moderne, präzise Landwirtschaft. Die Flächen werden detailliert analysiert, Nährstoffbedarf und Wasserhaltevermögen genau erfasst. Dünge- und Pflanzenschutzmittel werden nur in dem Maß ausgebracht, wie es ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Auch beim Thema Personal geht der Betrieb neue Wege:
„Viele junge, gut ausgebildete Landwirte bringen Leidenschaft mit – haben aber auch Familie und Freunde. Wir versuchen, Überstunden möglichst gering zu halten und gleichzeitig alle technischen Möglichkeiten zu nutzen“, so Schulz.

Dialog vor Ort bleibt wichtig

Für Landrat Reinhardt, Amtsdirektor Karsten Rottstädt sowie Steffen Müller und Wiebke Nowack von der REG steht fest: Der direkte Austausch mit Unternehmen liefert wichtige Impulse für die Kreisentwicklung.

Ob Gesundheitswirtschaft in historischen Gebäuden oder moderne, datenbasierte Landwirtschaft – der Nordosten des Landkreises zeigt, wie vielfältig und zukunftsfähig die Region aufgestellt ist.

Auch interessant

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert