„Kein Platz für Rassismus“: Neuruppin stellt Toleranzbänke vor den Rathäusern auf

Die Fontanestadt Neuruppin setzt ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus: Vor den Rathäusern A und B sollen künftig zwei sogenannte „Toleranzbänke – Kein Platz für Rassismus!“ stehen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Aufstellung in ihrer Sitzung am 9. März 2026 beschlossen.

Die offizielle Aufstellung der Bänke findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 10:30 Uhr vor dem Rathaus A (Karl-Liebknecht-Straße 33/34) statt. Neben Bürgermeister Nico Ruhle wird auch ein Team der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung anwesend sein. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei – auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen.

Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Mit der Aktion beteiligt sich Neuruppin an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026“, die vom 16. bis 29. März stattfinden. Ziel ist es, ein klares Zeichen für ein weltoffenes und tolerantes Neuruppin zu setzen.

Die Toleranzbänke haben eine besondere Gestaltung:
Die Rückenlehne ist rund zwei Meter lang, während die Sitzfläche nur etwa eineinhalb Meter misst. Der fehlende Sitzplatz auf der rechten Seite steht symbolisch für die Botschaft: „Kein Platz für Rassismus“.

Die Herstellung der Bänke war für die Stadt kostenneutral, da sie über die Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ finanziert wurden. Produziert wurden sie in einer inklusiven Werkstatt, inklusive der Beschriftung mit dem Logo der Fontanestadt.

Landesweites Projekt für Demokratie und Vielfalt

Das Projekt ist Teil einer landesweiten Initiative. Unter dem Motto „Kein Platz für Rassismus“ plant die Landesregierung Brandenburg insgesamt 156 solcher Bänke aufzustellen – unter anderem auf Marktplätzen, Schulhöfen, vor Rathäusern, Krankenhäusern und Polizeidienststellen.

Die Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ begleitet das gleichnamige Handlungskonzept der Landesregierung. Sie unterstützt Initiativen für Demokratie, arbeitet mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen und entwickelt Strategien gegen Rechtsextremismus.

Mit den beiden Bänken möchte auch Neuruppin deutlich machen: Für Rassismus ist hier kein Platz.

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