Ein Zettel vom Vorstand liegt auf den Stühlen. Man weiß, was gespielt wird: die fällige “Mitgliederversammlung”. Alle dürfen so gucken, als wären sie deshalb gekommen. Nur abstimmen dürfen die vielen Gäste nicht. Solche Mätzchen, wie Ferdinand von Schirach mal meinte, mit “Terror” ausprobieren zu müssen, sind nicht vorgesehen. Auch Grußworte von womöglich anwesenden AfD-Verwandten sind nicht Teil des Gegenwartsdramas. Wie auch? Man wusste ja nicht, dass trotz solch drängender Themen wie Vereinshausneubau und Mitgliederwerbekampagne alles auf die “Türkenfrage” hinauslaufen würde, Stichwort Extragrill für Extrawürste. Wegen Erol, wegen dieses Moslems, wegen des Schweinefleischtabus. Dabei hatte der Sympathikus gar keine Extrawünsche geäußert.