Die Petition zur Rettung des Tucholsky-Museums in Rheinsberg gewinnt weiter an Aufmerksamkeit. Mit der Landtagspräsidentin Brandenburgs, Ulrike Liedtke, hat nun eine weitere prominente Unterstützerin öffentlich ihre Unterschrift auf dem Schulplatz in Neuruppin geleistet. Zuvor hatte die Akademie der Künste in Berlin die Zusammenarbeit mit dem Museum beendet – für den ehemaligen Leiter Peter Böthig eine kulturelle Zäsur.
Hintergrund ist die Weigerung von Bürgermeister Frank-R. Schwochow (BVB/Freie Wähler), einen bereits politisch beschlossenen Trägervertrag mit dem Landkreis zu unterzeichnen. Trotz Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung blockiert er den Übergang der Trägerschaft, wodurch nicht nur die kulturelle Zukunft, sondern auch finanzielle Mittel von rund 625.000 Euro gefährdet sind.
Die Petition „Rettet das Tucholsky-Museum in Rheinsberg“ hat inzwischen über 2.000 Unterschriften gesammelt – darunter auch prominente Persönlichkeiten wie Günter Wallraff und Katja Lange-Müller. Ein weiteres Signal für die kulturelle Bedeutung des Hauses im Vorfeld der Rheinsberger Bürgermeisterwahl im Spätsommer. Das Tucholsky-Museum bleibt damit ein zentrales Thema im politischen Diskurs der Region.