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Eine DDR-Planlektion in Sachen Cannabismarkt – Jakob Hein als Dealexperte
Der Titel ist furchtbar lang. Die Resonanz war wahnsinnig gut. Jakob Hein zum Ausklang des 30. Literarischen Bilderbogens einzuladen, erwies sich als Geniestreich. Ob einigen Gästen das Lachen im Halse stecken zu bleiben drohte angesichts eigener Verstrickung ins DDR-Herrschaftssystem, hätten selbst Überwachungskameras kaum festhalten können.
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Wo der Mensch nur noch Mensch ist? Bei der Fußpflegerin Katja Oskamp
Bei Tucholsky waren es “Mutterns Hände”, bei Katja Oskamp sind es die Füße von Marzahn. Mit “Marzahn Mon Amour” war sie im Tucholsky-Museum zu Gast und ließ die Zuhörenden am Leben einer Fußpflegerin teilhaben. Die Funkjournalistin Gesa Ufer moderierte. Es war zu spüren und zu hören, wie gut sich die Gäste amüsierten.
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Mit Timo Tooks Romanfiguren unterwegs in Lithanea Fantastica
Im Erdgeschoss des Alten Gymnasiums haben sich viele Interessierte eingefunden. Es geht um die Gestaltung der großen Plätze von Neuruppin. Im Obergeschoss ist es etwas übersichtlicher. Der gebürtige Neuruppiner Timo Took liest aus seiner Trilogie “Dolmatum”. Er lockt hinein in die Welt von König Arnoth. “Den Leuten im Raum stockte der Atem.” Im Roman. In der Bibliothek herrscht bloß fantastische Stille.
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Chiffren, Bilder, Alltagsworte – mit Olga Martynova auf Höhenexpedition
Gäb es eine Rangliste der modernen Poesie deutscher Sprache der letzten 150 Jahre, also seit Rainer Maria Rilkes Geburt, die Lyrikerin Olga Martynova spielte dort sicher oben mit. Übertrüge man ihre Verse in einfache Sprache, ginge das Wesentliche verloren. So ist das. In Neuruppin begann das Poesiefestival “Pop und Petersilie” mit ihrem Auftritt. Ein aufmerksames Auditorium lauschte. Musik wurde auch geboten.
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Literatur-Festival, Schulprojekttage, Schreibworkshops – alles mit Tucholsky
Eigentlich sollte es primär um den Stadtschreiber Max Czollek und seine Schreibarbeit gehen. Der “Rettung des Tucholsky-Museums” hatte er sich Ende 2024 gewidmet. Nach seiner Lesung ergaben sich vor allem aus dem Publikum Perspektiven, die weit über den politischen Streit hinausgehen. Und ein Überraschungsgast war auch da.
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30 Jahre Literarischer Bilderbogen mit Büchnerpreisträgerin Ursula Krechel
Der Literarische Bilderbogen feiert sein 30-jähriges Jubiläum – mit Ursula Krechel als besonderem Gast. Im November erhält sie den Georg Büchner Preis 2025. In Wittstock las sie aus ihrem Roman Sehr geehrte Frau Ministerin und fesselte das Publikum mit einer Mischung aus Gesellschaftskritik, sprachlicher Präzision und eindringlicher Figurenzeichnung.
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