Der Ausbau der Landesstraße L167 in Neuruppin verzögert sich erneut. Baustellen in Steinstraße, Wittstocker Allee und Karl-Marx-Straße sorgen bis nach 2030 für Umwege und Einschränkungen in der Altstadt.
Von: macron
Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, verzögert sich der Ausbau der Landesstraße L167 in Neuruppin deutlich und wird die Stadt voraussichtlich bis nach 2030 beschäftigen. Der erste Bauabschnitt in der Steinstraße läuft seit Sommer 2025 und wird mindestens bis August 2027 dauern. Bis 2026 soll die gesamte Steinstraße bis zur Karl-Marx-Straße zur Baustelle werden.
Der zweite Bauabschnitt in der Wittstocker Allee startet nicht wie geplant 2026, sondern frühestens 2027. Künftig sollen die Abschnitte nacheinander statt parallel gebaut werden, um die Belastung für die Stadt zu reduzieren. Die Ausschreibung ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Auch der dritte Bauabschnitt verschiebt sich. Er umfasst den Umbau des Rosenplatzes zu einem Kreisverkehr, den Neubau der Straße des Friedens sowie die Erneuerung der Karl-Marx-Straße. Die ursprünglich bis 2030 geplanten Arbeiten werden sich mindestens um ein weiteres Jahr verzögern.
Ursachen für die Verzögerungen sind unter anderem unerwartete Leitungen im Boden, die nicht oder falsch dokumentiert waren. Zusätzlich plant die Stadt ab September 2026 den Umbau des Parkplatzes am Bahnhof Rheinsberger Tor zu einem Busbahnhof. Die Karl-Marx-Straße soll dort später asphaltiert werden – eine Premiere in der Altstadt – und mit neuen Ampeln für Fußgänger und Busse ausgestattet werden.
Die verlängerte Bauzeit bietet zugleich die Chance, die Verkehrssituation am Seedamm insbesondere für Radfahrende und Fußgänger deutlich zu verbessern. Im Zuge der weiteren Planung könnten breitere und sicherere Radwege berücksichtigt sowie die engen Bereiche auf den Brücken entschärft werden. Gerade an diesem stark frequentierten Übergang in die Altstadt bietet die aktuelle Situation die Möglichkeit, mehr Platz und Sicherheit für den nicht-motorisierten Verkehr zu schaffen und bestehende Konfliktpunkte nachhaltig zu reduzieren.







