Symbolische Eröffnung der “Straße des Handwerks” auf dem Seedamm

Zinkeimer und Eichenlaub? Dazu Ehrenbezeugungen durch Schilder und Bilder? Außerdem Musik aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts und Tanz? Was mochte das bedeuten? Im Verlauf einer symbolischen Eröffnung der “Straße des Handwerks” wurde klargestellt, dass es nicht um eine Umnutzung des Seedamms geht. Aber auch darüber wurde am Rande gesprochen.

Von Volkmar Heuer-Strathmann

Der Verein Gildenhall-Horizonte hatte eingeladen. Man möchte im heutigen Ortsteil von Neuruppin, so der Vorsitzende Hendrik Schink, an bedeutende Handwerker und Handwerkerinnen erinnern. Und eben an das einstige moderne Siedlungsprojekt Gildenhall. Von Kunsthandwerk wäre also auch zu sprechen und von Karrieren, die hier am Ruppiner See ihren Anfang nahmen.

Bildmaterial und Informationen über den Architekten Adolf Meyer.

Die Schilder sind fertiggestellt. Deshalb das Eichenlaub. Unterstützung durch das Land Brandenburg machte die moderne Gestaltung mit QR-Code möglich. Damit die Aktion vollendet werden kann, hat nun die Stiftung Soziales Neuruppin eine stattliche Summe gespendet. Bürgermeister Nico Ruhle nahm einen Scheck vom Vorsitzenden Jan Hoffmann entgegen. Hoffmann wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung derartiger Projekte für das Gemeinwesen hin, ganz abgesehen vom Standortfaktor Tourismus in Neuruppin und drumherum.
Vor einhundert Jahren wurde der Seedamm zur Straße für den privaten Verkehr. Nur Eisenbahnverkehr war eben zu wenig. Heute geht es um einen weiteren Blick, schon wegen der Sicherheitsaspekte. Aber deshalb war man nicht am längsten Tag des Sommers zusammengekommen.

Straßenkunst mal ganz anders: Die Formation der Jugendkunstschule.
Fotos: VHS

Etwas von der Lebensstimmung in den Goldenen Zwanzigern vermittelten alte Tonquellen. Eine Formation der Jugendkunstschule sorgte dafür, dass sich keine Hitzeträgheit unter den zahlreichen Gästen verbreiten konnte. Spritzig ging es zu, vor allem im Zauber von damals modernen Songs und Chansons. Tanzpädagogin Grit Maruschke hatte die jungen Leute vorbereitet auf das Event.
An Literatur über Gildenhall ist kein Mangel. Kistina Bakes Untersuchung ”Die Freiland-Siedlung Gildenhall” und andere Werke konnten gleich an Ort und Stelle erworben werden. Zur Stärkung gab es Kaffee und Kuchen aus der Hand freiwilliger Helferinnen. Dankbarer Applaus war ihnen sicher.

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