Der Morgen Karl Friedrich Schinkel, Public domain, via Wikimedia Commons
Neuruppin feiert den 245. Geburtstag von Karl Friedrich Schinkel – und gibt zugleich den Startschuss für das große Jubiläum „Schinkel250“. Mit Impulsen, Beteiligung und der Verleihung des Schinkel-Preises 2026 wird der Weg Richtung 2031 eingeläutet.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Neuruppin
Von hier aus in die Welt
Die Fontanestadt feiert ihren berühmtesten Sohn: Am 13. März 2026 jährt sich der Geburtstag von Karl Friedrich Schinkel zum 245. Mal. Und das ist mehr als nur ein runder Termin im Kalender – es ist zugleich der offizielle Auftakt für die Vorbereitungen auf das große Jubiläumsjahr 2031. Dann steht der 250. Geburtstag an. Der Countdown läuft.
Unter dem Motto „Incipe Schinkel!“ – frei übersetzt: Fang an, Schinkel! – lädt die Stadt alle Neuruppinerinnen und Neuruppiner sowie Gäste ein, Ideen zu entwickeln und gemeinsam Perspektiven für „Schinkel250“ zu entwerfen.
Vormittag am Denkmal: Schülerprojekt und Geburtstagsgruß
Los geht es um 11 Uhr am Schinkel-Denkmal auf dem Kirchplatz hinter der Kulturkirche. Die „Stadtentdecker“ der Rosa-Luxemburg-Schule präsentieren ihren neuen Schinkel-Actionbound – ein digitaler Stadtrundgang, der Schinkel spielerisch erfahrbar macht.
Um 16 Uhr folgt der offizielle Geburtstagsgruß. Bürgermeister Nico Ruhle begrüßt die Gäste, zudem spricht Matthias Frinken von der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft e.V.
16.30 Uhr: Impulse für das Jubiläumsjahr
Ab 16.30 Uhr wird es in der Kulturkirche konkret. Drei kurze Impulsvorträge – jeweils sieben Minuten – sollen Denkanstöße für das große Jubiläumsjahr geben:
Susanne Papenfuß (Kulturamt Greifswald) mit Erfahrungen aus „250 Jahre Caspar David Friedrich“
Katja Melzer von der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte mit Blick auf landesweite Kulturprojekte
Elena Sinanina, Projektkoordination Kleist-Jubiläum 2027
Anschließend sind die Gäste ausdrücklich zum Mitmachen eingeladen. Diskutieren, weiterdenken, Ideen spinnen – unter anderem mit kreativen Methoden wie Lego Serious Play. Die Stadt setzt bewusst auf Beteiligung.
Höhepunkt: Schinkel-Preis 2026 für Dr. Jan Mende
Um 18 Uhr folgt der festliche Teil des Tages: Die Verleihung des Schinkel-Preises 2026 an Jan Mende.
Der Kunsthistoriker und Kurator des Museum Knoblauchhaus wird für seine langjährige wissenschaftliche und kuratorische Auseinandersetzung mit Schinkel ausgezeichnet. Mende gilt als ausgewiesener Experte für Architektur, Skulptur und Kunstgewerbe der Zeit um 1800.
Die Jury betont besonders seinen differenzierten Blick: Schinkel werde bei ihm nicht verklärt, sondern im historischen, sozialen und politischen Kontext betrachtet.
Zur Shortlist gehörten unter anderem auch die Marienburg (Malbork) in Polen sowie weitere Persönlichkeiten und Institutionen aus Architektur und Kultur.
Musikalisch begleitet wird die Preisverleihung von „Over Easy“ – einer Formation um Ed Davenport, die auf improvisatorische Jam-Session-Atmosphäre setzt. Im Anschluss sind die Gäste zu einem Stehempfang eingeladen.
Ein Preis mit Tradition
Der mit 5.000 Euro dotierte Schinkel-Preis wird seit 2006 alle fünf Jahre durch den Bürgermeister der Fontanestadt verliehen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich um Erforschung, Vermittlung oder zeitgemäße Interpretation von Schinkels Werk verdient gemacht haben.
Mit der diesjährigen Verleihung beginnt offiziell die fünfjährige Vorbereitungsphase auf „Schinkel250“.
Neuruppin macht sich also auf den Weg – von hier aus in die Welt.
Anmeldung
Wer dabei sein möchte, kann sich bis 10. März 2026 unter www.schinkel250.de anmelden.
Ein Sitzplatz ist garantiert.
