Die Kantorei Neuruppin auf Chorreise
Die Kantorei Neuruppin auf Chorreise
Mit dem Programm „Gute Gründe“ machte sich die Ruppiner Kantorei auf Chorreise nach Dessau und Köthen. Zwischen Proben, Konzerten, Bauhaus, Schlössern und gemeinsamen Abenden wurde die Reise zu einem musikalischen und gemeinschaftlichen Erlebnis.
Von Amy Nadolski
Am Donnerstag, den 17.09.2026, hieß es endlich: Für die Ruppiner Kantorei geht’s auf Chorreise! Und das mit dem Programm „Gute Gründe“ , ausgewählt vom KMD und Chorleiter Matthias Noack, welches sich musikalisch mit den Fragen auseinandersetzte: Wer schenkt uns Halt und Hoffnung?
Wie finden wir Kraft und Mut? Was treibt uns an und wozu?
Dessau und Köthen waren die Ziele, wo eine Woche zuvor die Landtagswahl stattfand.
Abends im Hotel angekommen, gab es ein gemütliches Beisammensein beim Abendbrot sowie eine erste Kennlernrunde Dessaus im Dunkeln.
Am Freitag traf man sich zum Frühstück, die einen mit Elan, die anderen – naja, wären wohl am liebsten noch im Bett geblieben. Aber es nützte nichts. Vor dem ersten Konzert musste noch geprobt werden. Die Töne klangen im Hotel und zogen auch eine vierbeinige Fellnase an.
Natürlich wurde die Stadt im Hellen genauso besucht. Also hieß es für eine Gruppe “ab ins Bauhausmuseum”, für die andere “zu den Meisterhäusern”.
Beim gemeinsamen Mittag konnten die verschieden Eindrücke ausgetauscht werden. In der freien Zeit ließen es sich einige auch nicht nehmen, eine kleine Shoppingtour zu unternehmen.
Bei der Generalprobe in der St. Johannis-Kirche wurden noch Kleinigkeiten geübt und dann ging es schon los. Von Möhring über Bach bis hin zu Schütz und Bräutigam! Ein sehr abwechslungsreiches, anspruchsvolles Programm! Es hat sich gelohnt!
Und das musste gemeinsam gefeiert werden. Also ab in die Kneipen Dessaus und die Chorgemeinschaft genießen.

Fotos Kantorei Neuruppin
Am Samstag erwartete die Ruppiner Kantorei wieder ein straffer Zeitplan. Nach dem Frühstück fuhr der Bus nach Mosigkau, wo es eine Schloss-Tour gab. Einige nannten das Schloss Mosigkau auch „Klein Versailles“. Danach ging es weiter zum Mittag, um gestärkt Köthen zu sichten oder aber einen wohl verdienten Mittagsschlaf zu machen. Auch die Bach-Stadt Köthen hat ein Schloss. Oder eher eine Burg? Lassen wir mal die Kirche im Keller, in der vielleicht auch Bach zu Lebzeiten weilte. Ein Highlight aber war mit Sicherheit der Spiegelsaal. Der Chor durfte sogar dort singen. Etwas, das nicht vielen vorbehalten ist. Umso mehr erfüllte der Gesang die Herzen.
In der Gotisch-Romantischen St.Jakobskirche in Köthen wurde natürlich auch geprobt. Ein ganz anderer Klang, eine neue Aufstellung, aber noch mehr aufeinander zu hören und aufmerksam zu sein, das hat sich am Ende bezahlt gemacht.
Doch noch war die Reise nicht vorbei. Ein Tag fehlte noch. Sonntag war Abreise, aber was wäre die Ruppiner Kantorei, wenn sie nicht auch in einem Gottesdienst, außerhalb der eigenen Gemeinde singen würde?
Eine freundliche Gemeinde hat dort gewartet, mit einer Pfarrerin, die zu predigen wusste und die Klänge des Konzerts „Gute Gründe“ durch ergreifende Worte ergänzte. Am Ende fanden weder Chor noch Kantor Matthias Noack Worte für die besondere Stimmung. Beseelt zogen sie zum Bus und ließen Dessau hinter sich. Auf der Fahrt nach Hause und bestimmt auch jetzt klingt noch nach, was die Ruppiner Kantorei erlebt und hinterlassen hat.
