RE6-Umleitung wohl bis Anfang März – Kritik an Verkehrsplanung wächst

Die Bauarbeiten bei Kremmen verzögern sich weiter – der RE6 bleibt voraussichtlich bis Anfang März umgeleitet. Während Pendler weiter mit Einschränkungen leben müssen, wächst der Unmut in der Region: Eine Online-Petition für den Halbstundentakt mit über 1500 Unterschriften ist von der Landesregierung bislang unbeantwortet geblieben.

Von: macron

Wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) vom 29. Januar berichtet, verzögern sich die Bauarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Kremmen und Neuruppin wetterbedingt. Statt wie geplant am 8. Februar sollen die Arbeiten nun erst am 6. März 2026 abgeschlossen werden.

Für Pendler bedeutet das weiterhin Einschränkungen: Zwischen Kremmen und Neuruppin bleibt der Schienenersatzverkehr mit Bussen bestehen. Der Prignitz-Express RE6 soll nach Angaben der Deutschen Bahn voraussichtlich auch über den 8. Februar hinaus über Löwenberg und Oranienburg nach Berlin-Gesundbrunnen umgeleitet werden. Eine endgültige Entscheidung über den Fahrplan für die Übergangszeit steht jedoch noch aus.

Auswirkungen hat die Verzögerung auch auf Oranienburg. Der geplante Start der Regionalbahn RB32 zum Flughafen BER verschiebt sich ebenfalls. Statt ab 9. Februar soll die Verbindung nun erst ab 7. März verkehren. Grund dafür sind Kapazitätsengpässe im Bahnknoten Oranienburg, wo derzeit nicht alle Linien gleichzeitig abgewickelt werden können.

In der Region entsteht zunehmend der Eindruck, dass Zugverbindungen zwischen Oranienburg, Berlin, dem Flughafen BER und Neuruppin gegeneinander ausgespielt werden. Für viele Menschen gehören diese Strecken jedoch zusammen, da sie täglich für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Flughafen genutzt werden.

Wo bleibt die angekündigte Verkehrswende?
Foto: macron

Gefordert wird daher, dass Verkehrsministerium und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) Lösungen entwickeln, die die gesamte Region im Blick behalten. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist schwer nachvollziehbar, dass fehlende Finanzmittel als Begründung angeführt werden. Schließlich hätten auch für den ursprünglich geplanten Halbstundentakt ab 2026 entsprechende Mittel bereitgestellt werden müssen.

Zusätzlichen Unmut verursacht eine bislang unbeantwortete Online-Petition zum Halbstundentakt auf der Strecke, die inzwischen von mehr als 1500 Menschen unterzeichnet wurde. Eine Reaktion der Landesregierung steht dazu weiterhin aus.

Um den tatsächlichen Bedarf sichtbar zu machen, wird dazu aufgerufen, dass sich möglichst viele Betroffene zu Wort melden. Rückmeldungen aus der Bevölkerung können helfen, die Bedeutung der Bahnverbindungen für den Alltag der Menschen deutlicher in politische Entscheidungen einzubringen.

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