Ein offener Brief erinnert an die Dringlichkeit des Halbstundentaktes für die Region. Foto VHS
Über 1.600 Unterstützende, breite politische Rückendeckung und anhaltende öffentliche Debatte – Initiatoren fordern Transparenz zum Stand der Beratungen.
Von macron
Die Diskussion um einen verlässlichen Halbstundentakt beim RE6 gewinnt erneut an Dynamik. Mit einem offenen Brief wenden sich die Initiatoren der Petition Nr. 510/8 an den zuständigen Petitionsausschuss und fordern eine transparente Auskunft zum aktuellen Stand der Beratungen.
Hintergrund ist die seit Monaten anhaltende Debatte um die Zukunft der Bahnverbindung zwischen der Region Ostprignitz-Ruppin und Berlin. Insbesondere die Frage einer dichteren Taktung wird von Pendlerinnen und Pendlern, Unternehmen, Schülerinnen und Schülern sowie kommunalen Vertretern als zentrale Zukunftsfrage für die Region gesehen.
Breite Unterstützung aus Politik und Bürgerschaft
Nach Angaben der Initiatoren wird die Petition inzwischen von mehr als 1.600 Bürgerinnen und Bürgern getragen. Darüber hinaus gibt es parteiübergreifende Unterstützung aus der Kommunalpolitik. Auch auf Landesebene sei das Anliegen grundsätzlich positiv aufgenommen worden.
Der offene Brief verweist zudem auf die intensive mediale Berichterstattung der vergangenen Monate. Neben der Forderung nach einem Halbstundentakt steht dabei auch die Streckenführung im Fokus, insbesondere die Frage, ob alternative Lösungen schneller zu einer Angebotsverbesserung führen könnten.
Forderung nach Transparenz
Konkret bitten die Verfasser des Schreibens um Auskunft darüber,
- ob die Petition bereits inhaltlich beraten wurde,
- welche Stellungnahmen vorliegen,
- und wann mit einer abschließenden Behandlung zu rechnen ist.
Gerade weil das Thema parteiübergreifend diskutiert werde und auf großes öffentliches Interesse stoße, sei Transparenz über den weiteren Ablauf geboten, so die Initiatoren.
Strukturfrage für die Region
Ein verlässlicher Halbstundentakt wird von Befürwortern nicht nur als Komfortfrage betrachtet, sondern als strukturelle Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und eine klimafreundliche Mobilität im Nordwesten Brandenburgs.
Mit dem offenen Brief soll das Thema nun erneut auf die politische Tagesordnung gehoben werden. Ob und wann eine konkrete Entscheidung fällt, bleibt abzuwarten – der öffentliche Druck jedenfalls steigt weiter.
