Der Halbstundentakt zwischen Neuruppin und Hennigsdorf verzögert sich bis mindestens 2032. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin setzt deshalb auf eine dauerhafte Umleitung des Prignitz-Expresses über Oranienburg als schnellere und umsteigefreie Lösung.
Von: macron
Der geplante Halbstundentakt auf der Bahnstrecke zwischen Neuruppin und Hennigsdorf verzögert sich weiter und ist nach Angaben des Landkreises Ostprignitz-Ruppin frühestens ab Ende 2032 realistisch. Grund sind verschobene Bauarbeiten, die nun erst 2031 beginnen sollen. Bis dahin bleibt es bei nur einem Zug pro Stunde, weshalb die RB55 weiterhin in Kremmen endet und nur der RE6 nach Norden fährt.
Angesichts der jahrelangen Verzögerungen fordert Landrat Ralf Reinhardt (SPD) eine schnellere Alternative: Der Prignitz-Express (RE6) soll dauerhaft über Löwenberg und Oranienburg nach Berlin fahren. Dadurch könnte die RB55 ohne zusätzlichen Gleisausbau bis Neuruppin verlängert werden. Der Landkreis unterstützt dazu eine Online-Petition und hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.
Seit August 2025 fährt der RE6 wegen Bauarbeiten ohnehin über Oranienburg. Diese Umleitung soll nach dem Willen des Landrats länger bestehen bleiben, da sie umsteigefrei und teils schneller ist und ab 2026 eine bessere Anbindung an neue S-Bahn-Verbindungen bietet. Probleme bereiten allerdings die begrenzten Kapazitäten im Bahnhof Oranienburg sowie fehlende Elektrifizierung, die eine direkte Verbindung zum Flughafen BER derzeit ausschließt. Die Studie soll klären, ob und wie diese Hürden überwunden werden können.
Quelle: MAZ vom 5. Januar 2026







