Parkdruck in der Altstadt: Stadt stellt erste Maßnahmen für neues Parkraumkonzept vor

Die Parkplatzsituation in der Neuruppiner Altstadt bleibt angespannt. Eine aktuelle Analyse zeigt nun deutlichen Handlungsbedarf – besonders in seenahen Wohnbereichen. Die Stadt stellte erste Maßnahmen für ein neues Parkraumkonzept vor.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Neuruppin

Die Diskussion um Parkplätze in der Neuruppiner Altstadt geht in die nächste Runde. Die Fontanestadt hat gemeinsam mit dem Ingenieurbüro IKS Mobilitätsplanung ein umfassendes Parkraumkonzept erarbeitet, das den ruhenden Verkehr in der Innenstadt künftig besser steuern soll. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl das Pkw- als auch das Fahrradparken.

Grundlage der aktuellen Überlegungen ist eine umfangreiche Parkraumerhebung aus dem Herbst 2025. Mithilfe eines datenschutzkonformen Scanfahrzeugs wurden Kennzeichen anonymisiert erfasst und ausgewertet. Das Ergebnis: In der Altstadt herrscht hoher Parkdruck. Die insgesamt 2.507 öffentlichen Stellplätze seien tagsüber zu mindestens 80 Prozent ausgelastet, zu Spitzenzeiten sogar überlastet.

Besonders angespannt sei die Situation laut Stadt in seenahen Bereichen wie der Seestraße, der Fischbänkenstraße sowie im Bereich zwischen August-Bebel- und Wallstraße. Dort würden Bewohnerparkzonen zunehmend durch ortsfremde Fahrzeuge belegt, wodurch für Anwohnerinnen und Anwohner freie Stellplätze knapp würden.

Foto: Pixabay

Auch das Fahrradparken wurde untersucht. Nach Einschätzung der Gutachter sei die Innenstadt in den Geschäftsbereichen bereits vergleichsweise gut ausgestattet. Zusätzlicher Bedarf bestehe jedoch punktuell in Wohngebieten mit kleineren Gewerbestandorten.

Die Stadt betont, dass das Konzept nicht auf zusätzliche Parkflächen setzt. Vielmehr gehe es darum, die vorhandenen Kapazitäten besser zu steuern und gerechter zwischen verschiedenen Nutzungsgruppen aufzuteilen. Neue Stellplätze seien im öffentlichen Straßenraum aufgrund fehlender Flächen kaum realisierbar.

Vorgeschlagen wird unter anderem, die bisherigen Bewohnerparkzonen zusammenzuführen und bis an die Grenzen des Altstadtbereiches auszuweiten. Dadurch soll eine einheitliche und übersichtlichere Parkzone mit weniger Beschilderung entstehen. Zudem werden derzeit verschiedene Modelle geprüft – darunter sowohl klassische Parkscheinregelungen als auch Parkscheibenlösungen.

Die ersten Maßnahmen wurden bereits am 20. Mai 2026 im Rahmen eines öffentlichen Workshops vorgestellt und diskutiert. Auch Gewerbetreibende, Vertreter:innen der Tourismuswirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger konnten sich in den vergangenen Monaten in Workshops und Onlineformaten einbringen.

Die Analyseergebnisse und Präsentationen zum Parkraumkonzept sind auf der Internetseite der Fontanestadt Neuruppin veröffentlicht. Hinweise und Anmerkungen können noch bis zum 30. Juni 2026 per E-Mail an die Stadtverwaltung oder das beauftragte Planungsbüro gesendet werden. Im zweiten Halbjahr 2026 soll dann ein finaler Entwurf erarbeitet und der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

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