Hinweistafel erinnert an Max Silberberg – Würdigung eines Neuruppiner Lebens

Am 27. Februar wird in Neuruppin eine Hinweistafel für den jüdischen Kunstsammler Max Silberberg am ehemaligen Geburtshaus enthüllt. Begleitend zeigt der Kunstraum Neuruppin die Ausstellung „Licht und Dunkel“ von Grigory Berstein.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Neuruppin

Am Freitag, 27. Februar 2026, wird um 13 Uhr am ehemaligen Geburtshaus von Max Silberberg in der Karl-Marx-Straße 15 eine Hinweistafel errichtet. Damit erinnert die Fontanestadt künftig dauerhaft an den in Neuruppin geborenen jüdischen Kaufmann und bedeutenden Kunstsammler, dessen Leben durch die nationalsozialistische Verfolgung gewaltsam beendet wurde.

Die Aufstellung der Tafel erfolgt auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (Dr.-Nr. 2025/26). Vor dem heutigen „Magnet Kaufhaus“ soll sie an Silberbergs außergewöhnliche Biografie erinnern – und zugleich an sein tragisches Schicksal. Max Silberberg wurde in Breslau von den Nationalsozialisten deportiert, zunächst nach Theresienstadt verschleppt und schließlich im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

Für die Sichtbarmachung von Silberbergs Leben und Wirken haben sich insbesondere Johannes Bunk und Prof. Dr. Günter Hommel eingesetzt. Beide werden bei der Einweihung der Hinweistafel anwesend sein. Bürgermeister Nico Ruhle wird die Veranstaltung mit einem Grußwort begleiten.

Begleitend zur Errichtung der Hinweistafel widmet sich auch der Kunstraum Neuruppin dem Andenken Max Silberbergs. Dort wird aus diesem Anlass die Ausstellung „Licht und Dunkel – Hommage an Max Silberberg“ des Künstlers Grigory Berstein gezeigt. Der in Moskau geborene und heute in Köln lebende Künstler setzt sich in seinem Werk seit vielen Jahren mit der Geschichte seiner Familie und der Shoa auseinander. Für Berstein lag es daher nahe, dem 1878 in Neuruppin geborenen Kunstsammler eine eigene Ausstellung zu widmen.

Mit der Hinweistafel und der begleitenden Ausstellung wird ein lange wenig beachtetes Kapitel Neuruppiner Stadtgeschichte in das öffentliche Bewusstsein gerückt – als Mahnung, aber auch als Würdigung eines Mannes, dessen Leben und kulturelles Wirken weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hatte. Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf der Internetseite des Kunstraums Neuruppin.

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