MAX*-Kunstprojektausstellung im Museum mit Blitz und Donner eröffnet

Das lässt sich nicht fest einplanen, noch nicht. Aber es passte zum offenen Charakter des Kunstprojekts “MAX* IT UP”, dass es mächtige blitzte und heftig donnerte zur Eröffnung. Was sich hinter “Artists in Residence an Brandenburger Schulen” verbirgt, kann nun im Museum Neuruppin bis zum 7. September 2026 bestaunt werden.

Von Volkmar Heuer-Strathmann

Beteiligt sind Schulen aus Lauchhammer, Pritzwalk, Bernau und Neuruppin. Werke, die aus den Projekten der Künstlerinnen Catrin Große, Darsha Hewitt, Katja Martin, Annett Glöckner und Sibylle Zeh mit Schülerinnen und Schülern hervorgegangen sind, werden präsentiert. Außerdem Arbeiten der Künstlerinnen selbst. Sibylle Zeh ist 2025 verstorben. Ihr galt schon vorab ein besonderes Gedenken.
Im Gespräch der vier profilierten Künstlerinnen mit Jana Kühn von der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg gab es ein paar Erläuterungen. Da ging es um ein wenig romantisches städtisches Umfeld in Lauchhammer, als krasser Kontrast die Natur am See in Neuruppin. Inspirierend kann beides sein, das zeigen die Zöglinge durch ihre Gestaltung. Vermittelte Schönheitsideale sind ein Pritzwalker Motiv in der Ausstellung, unkonventionelle Klänge und Signale aus Bernau führen auf akustische Experimentierfelder. Es rauscht in den Dosen.

Schöne Anregungen aus Pritzwalk für Schönheitsdebatten überall

Als Leiterin der Evangelischen Schule Neuruppin brachte Dr. Bettina Labahn ihre Freude und ihre Anerkennung zum Ausdruck. Sie betonte, dass für die Vermittlung von Orientierung offene Wege vonnöten seien. Und das böten solche Projekte wie MAX* auf besondere Weise.
Maja Peers, die Leiterin des Museums, konnte auch Katja Melzer und Karin Kranhold begrüßen, die eine von der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur, die andere von der Plattform kulturelle Bildung Brandenburg. Seit 2022 gibt es MAX IT UP als schulbezogenes offenes Projekt. In Postdam ist man stolz auf die Resonanz im Land Brandenburg, wohlwissend, dass kaum ein anderes Bundesland Vergleichbares zu bieten hat. Unterstützern wurde Dank gesagt.

Buchstäbliches und noch viel mehr oder ganz einfach nur EVI.
Fotos: VHS

Bürgermeister Nico Ruhle stellte die Aktion in einen weiteren Kontext, indem er in seinem Grußwort auch an andere Künstlerpersönlichkeiten aus Neuruppin erinnerte und das kulturelle Leben in der Fontane- und Schinkelstadt in seiner Vielfalt hervorhob. Museum als außerschulischer Lernort heißt in diesem Fall primär Museum als Kunstgalerie. Es konnte aber auch hier und sofort zu Stiften gegriffen werden. Das nahmen die Jüngsten unter den anwesenden Schülerinnen und Schülern schon nach wenigen Minuten wahr. Kurze Gedichte aus Schülermund und ein lockerer Sound gehörten später zum Ausklang der interessanten Eröffnung. Ein Schüler aus Neuruppin wird im Eingangsbereich mit den Worten zitiert: “Hier ist viel Kunst. Ist ‘ne Kunstexplosion!”

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