Einfach vormerken: Mitte März Vorlese-Marathon in Netzeband! Plakatausschnitt der Veranstalter
Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Lese-Marathon geben. Die Temnitzkirche in Netzeband bietet mit ihrer Atmosphäre besondere Voraussetzungen für die Vortragenden, die im Halbstundentakt aufeinander folgen. Man hofft auf zahlreiche Gäste, offene Ohren und Spendierlaune. Denn jeder Cent kommt der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Temnitzquell zu Gute.
Von Volkmar Heuer-Strathmann
Bernd Müller wird am Samstag um 15 Uhr mit “Die Kolonistin” loslegen. Frank Matthus moderiert. Der Verfasser dieser Zeilen gibt ab 20 Uhr den Blick frei auf den Sternenpark der Lyrik. Das Motto: “So sternklar war die Nacht…” Wer die ganze Zeit ausharrt, nimmt durch die Lesungen von Dorothee von Damm beziehungsweise Christhard Läpple auch Eindrücke von Rainer Maria Rilke und Mascha Kaleko mit. Man kann aus dem Munde von Sarah Rendler-Schein beziehungsweise Sebastian Schein etwas aus “Die Liebe und ihr Henker” hören und aus “Wäre ich du, würde ich lieben”. Gespannt sein darf man auch darauf, was sich hinter Karla Künzlers Ankündigung von “Kapitel 18” verbirgt, um hier nur ein paar zeitlich ungeordnete Beispiele zu bieten.

Team Kulturkirche Netzeband
Am Sonntag eröffnet Otto Wynen um 11 Uhr mit “Heiterkeiten”. Das Duo Frank & Bernd lässt noch offen, worin der Ausklang ab 15 Uhr bestehen soll. Wenn Thomas Kresse (und Luise) sowie Sebastian Steineke lesen, ist gewiss nicht Wahlkampf oder Sitzungsprotokoll angesagt. Das Programm lässt hier noch offen, worauf die Gäste hoffen dürfen. Für einen reibungslosen Ablauf empfiehlt sich auch für die Gäste wieder der Halbstundenrhythmus. Länger geht immer, zumal auch Stärkung und Erfrischung vom Veranstaltungsteam angeboten werden.
In Netzeband kann man 2026 auf 30 Jahre Theatersommer zurückblicken – auch anhand von Bühnenspiel in der Kirche und im Freien und durch Konzerte und Einblicke in die Welt der Malerei. Doch zuerst ist der Lese-Marathon dran. Zu den weiteren Mitwirkenden gehören am Samstag Gabriele Ißleib, eine gewisse Gundi, Yvonne Schäfer-Muhr und Alexander Stojanovic. Am Sonntag werden auch die Stimmen von Ingrid-Lucia Ernst, Michael Mann und Wolfgang Braun zu hören sein. Und Kapitel 19 gibt’s. Woraus? Das weiß, wer Samstag da war. Um Punkt 12 Uhr heißt es am Sonntag aus dem Munde von Tobias Mohr “A short history of the Bundesrepublik Deutschland”. Fast hätte man “Hysterie” geschrieben. Es kommt eben auf jeden Buchstaben an bei solch einem Lese-Marathon. Die Buchwelt lebt davon.
