“KlangGeBilde “ – eine künstlerische Performance im “Irish Pub”

Im letzten Jahr gab es “WORTeFETZEN”, in diesem Jahr gibt es “KlangGeBilde”. Gemeinsam mit Robert Harder, Andreas Brüssow und Sebastian Beeske von der Band “Zeichen & Wunder” lädt Christina Dawson am 10. Oktober abends ins “Irish Pub” an der Regattastratße. Ein Probenbesuch in Alt Ruppin hinterlässt tiefe Eindrücke. Und an jenem Abend in Neuruppin kommen dann auch noch an die Wand geworfene fotografische Impressionen von Gerd Rehnelt hinzu – musikalisch untermalt.

Von Volkmar Heuer-Strathmann

Christina Dawson hatte ihren ersten Auftritt in der Fontanestadt, als man am 8. Februar 2025 im Museum des 95. Geburtstages von Eva Strittmatter gedachte. “Zeichen & Wunder” war zuletzt in der Kulturkirche zu erleben, als der Fontanepreis 2026 an Juliane Felsch und Matthias Noack verliehen wurde. “KlangGeBilde” wird in leicht veränderter Formation präsentiert, denn Sänger und Gitarrist Heiko Weißenfels kann nicht persönlich dabei sein. Aber kompositorisch…
Anlässlich der Performance in Neuruppin kommt Gerd Rehnelt im “Irish Pub” hinzu. Seine Fotografien etwa aus dem Berliner Straßenalltag sind von besonderer Poesie. Ein Impressionist am Werk. Und Christina Dawsons Verse versprechen ohnehin das Durchbrechen von Oberflächlichkeit und Gewohnheit, auch wenn ihr gerade Alltäglichkeit und Erleben besonders wichtig sind.

Robert Harder und Andreas Brüssow – Klang fotografiert und eingefärbt.

Aus Jahren im “Reich der Mitte” hat sie Verse im Gepäck, die nun etwa als “Sterben in China” offenbar werden. Bei einem Probenbesuch in Alt Ruppin ist sofort klar: Intensivstation! Kreativität ist zum Glück nicht zu isolieren, nicht zu bändigen, nicht zu bremsen, wenn sie sich freihält von Routine, Rankings oder künstlicher Rätselhaftigkeit. Das Leben als Sinnleere? Nicht bei “KlangGeBilde”! Und Sinnlehre mit Lektionen auch nicht. Leitworte der Lyrikerin sind “Wandel”, “Liebe” und “Menschen”. “Auf Speed” gibt’s als Intermezzo.

Sebastian Beeske, wie er wohlinspiriert improvisiert.
Fotos: VHS

Wenn schließlich “Dezembermorgen” verklingt, bleibt der Band mit Robert Harder am Schlagzeug, Andreas Brüssow an der E-Gitarre und Sebastian Beeske am Saxofon an diesem offenen Kulturabend noch die Schlussimprovisation.
Ausdrücklich, so Dawson, möchte man mit den Gästen ins Gespräch kommen. Auch deshalb die erneute Wahl dieser Spielstätte am Ruppiner See nach erfolgreichen “WORTeFETZEN”. Das diesjährige Projekt wird wieder gefördert vom Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Neuruppin. So kann freier Eintritt gewährt werden. Aber seitens des “Irish Pub” bittet man um telefonische Anmeldung zu dem Event, das um 19.30 Uhr beginnt. Zugang ab 19 Uhr. Mit “Neben der Spur”, dem Literaturfest im Zeichen Theodor Fontanes, kollidiert das Sonderangebot zum Glück nicht.

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