Schinkel hätte es sicherlich gefallen, was ihm zu Ehren dargeboten wurde.
Als der am 13. März 1781 geborene Karl Friedrich Schinkel zur Schule ging, gab es noch keine Projekte, in Neuruppin nicht und in Berlin auch nicht. Aber heutzutage. Etwa an der Rosa-Luxemburg-Schule. Als “Stadtentdecker” verfolgten Interessierte die Spuren Schinkels in seiner Geburtsstadt und entwickelten daraus ein digitales Orientierungsangebot. Das Projekt wurde pünktlich zum 245. Geburtstag am Denkmal näher vorgestellt.
Von Volkmar Heuer-Strathmann
Leo Abraham und Liam Gentsch gehören zu der Gruppe von Katharina Kaesche. Sie motivierte die Schülerinnen und Schüler dazu, sich mit Karl Friedrich Schinkels Kindheit in Neuruppin näher zu beschäftigen, ebenso mit späteren Spuren. Wie man vorging, erklärten die beiden Jungen am Denkmal. Der QR-Code ist über die Homepage der Schule abrufbar. Ein Besuch in der Fischbänkenstraße gehörte zur Erforschung, denn im Predigerwitwenhaus hatte Mutter Schinkel nach dem Tod ihres Mannes mit ihren fünf Kindern Unterschlupf gefunden. Die Brandkatastrophe von 1787 stieß auf großes Interesse bei den Kindern.

Unterstützung fanden die Entdecker bei Uta Bartsch. Sie moderierte auch den Auftritt am Denkmal. Der QR-Code wurde dabei noch nicht ausprobiert. Stattdessen ein Quiz für die zahlreichen anderen Zöglinge aus der besagten Schule. Der Schwierigkeitsgrad nahm zu, fast wie im wirklichen Leben. Die Stimmung war festlich. Das steckte natürlich auch Schulleiter Holger Lehmann an. Im Hintergrund sah man Jan Hoffmann. Als Vorsitzender der Stiftung Soziales Neuruppin wollte er sich sicherlich davon überzeugen, dass unterstützte Projekte gutes Geld wert sind. Als Mitarbeiterin der Stadt Neuruppin betonte Sonja Linde am Rande, dass sie sich besonders darüber freue, junge Leute zu erleben, die sich intensiv mit Schinkel befassen. – Und das Schinkel-Gymnasium? Gute Frage für die kommenden fünf Jahre.

Fotos: VHS
Das Schinkel-Denkmal von Max Wiese gehört zu den über hundert Kunstwerken im öffentlichen Raum in Neuruppin. Es hat seine eigene Geschichte. Darum und um noch viel mehr geht es demnächst im Projekt “Kunst unterwegs”, einer Initiative von Cornelia Lambriev-Soost und Uta Bartsch. Die Arbeit der Kinder wird natürlich einbezogen.
