Liebesglück und Liebesschmerz – Andrej Diakov und Jay Warren Mitchel.
In Netzeband steht das Theater eigentlich im Mittelpunkt des Festprogramms zu 30 Jahren offener Bühnenkulturarbeit. Gleichwohl gehörte der Auftritt von Tenor Jay Warren Mitchell aus den USA sicherlich zu den Höhepunkten des Sommers. Ein Ständchen war angekündigt. Mit Andrej Diakov am Flügel wurde es ein kleiner musikalischer Festakt.
Von Volkmar Heuer-Strathmann
Für Frank Matthus, der sich über ein volles Haus freuen konnte, war der Auftritt zugleich eine Erinnerung an gemeinsame Zeiten in Rheinsberg an der Oper. “Gut zehn Jahre liegt das jetzt zurück”, sagte er sichtlich bewegt. Man schloss sich in die Arme. Aus Rheinsberg konnten ebenfalls Gäste begrüßt werden, nicht allein der künstlerische Leiter. Spätestens bei einer Arie aus einem Werk von Giacomo Puccini erwies sich die Kirchenakustik als außergewöhnlich. Mit “O sole mio” ging es später runter bis nach Neapel. Die Intensität der Gefühle wurde noch bestärkt durch den Pianisten, dem ebenfalls in herzlicher Empfang galt. Dass man sich auch zum Brunch versammelt hatte, wurde über dem Zauber der Musik natürlich nicht vergessen. Frank Matthus moderierte mit Gespür für den Heißhunger der Gäste – musikalisch und kulinarisch. Auch ihm galt ein herzlicher Applaus der Versammelten.

Fotos: VHS
In den kommenden Monaten wird es in Netzeband neben dem großen Theatersommerprogramm weitere Konzerte geben. So geht es am 11. Juli unter freiem Himmel ab 20.30 Uhr mit Cornelius Lewenberg (Gesang) und Doriana Tchakarova (Piano) um “Geister und Naturgestalten”. Die Homepage weiß noch mehr. Ein kleiner Hinweis gilt Extremwetterereignissen und Freiluftevents, politisch zurückhaltend formuliert. “Bei schlechtem Wetter in der Temnitzkirche.”
