Ralf Reinhardt (Landrat), Steffen Müller (Geschäftsführer der REG Nordwestbrandenburg), Friederike Conrads (Inselkind), Karsten Rottstädt (Amtsdirektor von Amt Lindow) und Stefan Schacht (Inselkind) auf der Überfahrt zur Insel mit der MS Dorothee. (Foto: Maximilian Decker, REG)
Mitten auf dem Werder bei Lindow entsteht seit Jahren ein ungewöhnlicher Ort für Naturerlebnis, Ruhe und Abenteuer. Landrat Ralf Reinhardt, Vertreter des Amtes Lindow sowie der REG Nordwestbrandenburg besuchten jetzt das Projekt „Inselkind“ und machten sich vor Ort ein Bild von der behutsamen Entwicklung auf einer der größten Binneninseln Brandenburgs.
Schon die Anreise gehört zum Konzept: Mit der „MS Dorothee“ ging es über den See auf die Insel – weg vom Alltag, hinein in eine Umgebung, die bewusst auf Einfachheit setzt. Statt Ferienhäusern oder Hotelkomfort erwarten die Gäste robuste Baumwollzelte, Betten, Matratzen und vor allem Ruhe. Strom gibt es nicht. Wer hier übernachtet, soll sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Ralf Reinhardt (Landrat) lässt sich von Friederike Conrads (Inselkind) die Funktion und Bedeutung des Bienenbetts erklären.
(Foto: Maximilian Decker, REG)
Besonders außergewöhnlich ist das sogenannte „Bienenbett“. Über summenden Bienenstöcken entstand ein Rückzugsort, der den Aufenthalt auf der Insel zu einem besonderen Erlebnis machen soll. Auch sonst bleibt die Infrastruktur bewusst reduziert: Komposttoiletten, einfache Waschmöglichkeiten und eine Kochstelle prägen das Gelände. Für die Körperpflege dient der See – selbstverständlich nur mit biologisch abbaubaren Produkten.
Das Angebot richtet sich dabei längst nicht nur an klassische Urlaubsgäste. Schulklassen, Naturfreunde und Menschen auf der Suche nach Entschleunigung nutzen die Insel ebenso wie Gruppen aus dem Bildungs- und Sozialbereich. Besonders Kinder und Jugendliche sollen hier wieder einen unmittelbaren Zugang zur Natur erleben.
Eine wichtige Rolle spielt zudem die Zusammenarbeit mit der Salus-Klinik. Praktikanten der Einrichtung arbeiten zeitweise auf der Insel mit. Die Arbeitseinsätze sind Teil therapeutischer Programme und verbinden Naturerfahrung mit sozialem Engagement.

Ralf Reinhardt (Landrat), Friederike Conrads (Inselkind), Stefan Schacht (Inselkind), Karsten Rottstädt (Amtsdirektor von Amt Lindow) und Steffen Müller (Geschäftsführer der REG Nordwestbrandenburg) im Gespräch über die geplanten Entwicklungen auf der Insel.
(Foto: Maximilian Decker, REG)
Bei dem Rundgang wurde auch über die Zukunft des Projekts gesprochen. Geplant ist ein festes Gebäude mit sanitären Einrichtungen, Unterkünften für Betreuerinnen und Betreuer sowie einem Gemeinschaftsraum. Trotz dieser Weiterentwicklung soll der Charakter der Insel erhalten bleiben. Ein massentouristisches Angebot sei ausdrücklich nicht vorgesehen.
Landrat Reinhardt hob insbesondere die konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Amt Lindow und dem Unternehmen hervor. Die behutsame und nachhaltige Entwicklung sorge dafür, dass das Projekt bei vielen Beteiligten auf große Akzeptanz stoße.
Quelle: PM REG Nordwestbrandenburg
