Vor dem Gedankenaustausch in der Kreisverwaltung trafen sich am Neuruppiner Bahnhof Rheinsberger Tor Brandenburgs Infrastrukturminister Detlef Tabbert, Landrat Ralf Reinhardt, Dr. Ralf Böhme von der RegioInfra Nord-Ost und der Bahnexperte Hans Leister (von rechts). Im Hintergrund ist ein Zug der Linie RE6 zu sehen, die noch bis mindestens Anfang März 2026 auf der Ausweichstrecke über Oranienburg verkehren wird. Bildrechte: LK OPR / Alexander v. Uleniecki
Ein dichterer Takt, kürzere Wege, mehr Verlässlichkeit: Der Halbstundentakt des Prignitz-Express ist für viele Menschen in Ostprignitz-Ruppin längst zu einer Herzensangelegenheit geworden – und der Druck aus der Region wächst weiter.
Von macron
Die Hoffnung auf einen zuverlässigeren und alltagstauglichen Bahnverkehr hat neuen Schwung bekommen. In Neuruppin beriet sich Brandenburgs Infrastrukturminister Detlef Tabbert mit Landrat Ralf Reinhardt über die Zukunft des Prignitz-Expresses (RE6). Im Zentrum des Treffens stand eine Frage, die Pendlerinnen und Pendler seit Jahren umtreibt: Wie kann der RE6 trotz planerischer und baulicher Verzögerungen endlich im Halbstundentakt zwischen Neuruppin und Berlin verkehren?
An dem auf Initiative des Landrates zustande gekommenen Austausch nahmen auch Dr. Ralf Böhme vom Infrastrukturbetreiber RegioInfra Nord-Ost (RIN) sowie der Eisenbahn- und Verkehrsberater Hans Leister teil. Gemeinsam wurde deutlich: Der Weg zum Halbstundentakt ist anspruchsvoll – aber nicht unmöglich.
Der Landkreis Landkreis Ostprignitz-Ruppin setzt sich weiterhin für eine praktikable Zwischenlösung ein. Demnach soll der RE6 auch künftig parallel sowohl die Ausweichstrecke über Löwenberg und Oranienburg als auch die eigentliche Stammstrecke über Kremmen nutzen. Minister Tabbert sagte zu, diesen Vorschlag prüfen zu lassen. Erste Ergebnisse könnten bereits bis zum Sommer vorliegen – ein wichtiges Signal für die Region.
Landrat Reinhardt machte deutlich, wie groß die Erwartungen sind:
„Der RE6 ist Teil eines sehr komplexen Systems, in dem sich viele Züge die Gleise teilen. Aber der Wunsch nach dem Halbstundentakt ist in unserer Region enorm – für Berufspendler, Familien und junge Menschen. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden, und dankbar für die Unterstützung des Ministers.“

Foto: macron
Dass der Druck aus der Bevölkerung wächst, zeigt auch eine laufende Petition zum Halbstundentakt des RE6, die bereits zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden hat. Sie macht deutlich, wie sehr das Thema die Menschen in Ostprignitz-Ruppin bewegt und verleiht den politischen Gesprächen zusätzlichen Nachdruck.
Um den Dialog weiterzuführen, hat Landrat Reinhardt zudem für den 9. März 2026 einen öffentlichen Runden Tisch zum Thema Halbstundentakt für den Prignitz-Express angekündigt. In Neuruppin sollen dann Politik, Fachleute und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam darüber sprechen, wie aus Hoffnung endlich Realität werden kann.
