Bürgermeister, Gleichstellungsbeauftragte und Engagierte präsentieren die erste orangefarbene Bank an der Neuruppiner Stadtmauer. Foto: Pressestelle der Stadt Neuruppin
Ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen: In Neuruppin wurde jetzt die erste orangefarbene Bank an der Stadtmauer eingeweiht.
Mit einer orangefarbenen Bank an der Prinzenpforte setzt die Fontanestadt Neuruppin ab sofort ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Bürgermeister Nico Ruhle und Gleichstellungsbeauftragte Ines Rehfeld stellten die Bank im Beisein zahlreicher Interessierter vor. Sie soll nicht nur aufmerksam machen, sondern auch konkrete Hilfsangebote sichtbar machen.
Hintergrund ist eine besorgniserregende Entwicklung: Die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen seit Jahren einen Anstieg von Gewalt gegen Frauen. Dazu zählen unter anderem häusliche Gewalt, Bedrohung, Stalking oder sexuelle Belästigung – sowohl im Alltag als auch im digitalen Raum. Besonders dramatisch: Viele Fälle werden gar nicht erst angezeigt, das sogenannte Dunkelfeld ist groß.
Die Stadt möchte mit der Aktion dazu beitragen, mehr Sensibilität in der Gesellschaft zu schaffen und Betroffene wie auch Angehörige zum Hinschauen und Handeln zu ermutigen. Die Farbe Orange steht international für den Kampf gegen Gewalt an Frauen und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Entsprechend gibt es ähnliche Bänke bereits in zahlreichen Städten, auch in Brandenburg.

Foto: Pressestelle der Stadt Neuruppin
An der Bank selbst ist eine Plakette angebracht. Sie trägt den Aufruf „Kein Platz für Gewalt an Frauen“ und verweist mit einer Telefonnummer sowie einem QR-Code auf konkrete Hilfsangebote in Neuruppin.
Beschlossen wurde das Projekt bereits im März durch die Stadtverordnetenversammlung. Eine zweite Bank soll im Laufe des Jahres auf dem Schulplatz folgen.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Neuruppin
