Zum Ausklang noch ein segensreiches Lied, begleitet von Anna Cron.
Auf dem kleinen Plakat am Eingang war der Himmel noch blau. Das Frühlingsfest in der Kita “Wilhelmine Feige” war angesagt. Am Festnachmittag selbst war der Himmel grau. Und ein kühler Wind wehte. Das hielt die Kinder nicht davon ab, ihre Eltern und Erziehungsberechtigten in die Kita mitzunehmen. Sie sollten mal sehen, was sich das Team um Anna Cron alles hatte einfallen lassen, um den Frühling 2026 Willkommen zu heißen.
Von Volkmar Heuer-Strathmann
Mit gemeinsamem Gesang ging’s los. Anna Cron, die Leiterin der Evangelischen Kita “Wilhelmine Feige”, griff selbst zur Gitarre. Im offenen Gelände hatten sich viele Menschen versammelt – die Kinder, die Eltern und Erziehungsberechtigten, aber auch Großeltern. “Immer wieder kommt ein neuer Frühling”, wurde gemeinsam im Kreis gesungen. Ein Gotteslob war schon zuvor angestimmt worden – altersgemäß, versteht sich, und mit Stampfen und Klatschen. Das tat allen gut. Dass die Zahl der Gäste bis zum Ausklang, also nach zwei Stunden, kaum abnahm, lag sicher auch an dem bunten Programm mit vielen Kinderaktivitäten und an den Möglichkeiten, mal mit anderen ins Gespräch zu kommen oder die Kinder einfach nur in in ihrer Kitawelt zu erleben.

Beim Frühlingsfest konnte gedruckt und gezeichnet werden. Seifenbasen tanzten durch die Luft. Eine Dosenpyramide blieb nicht lange stehen. Farbige Papierzöpfe wurden geflochten. Eine Übung in Müllsortierung verriet häusliche Prägung. Es gab pantomimische Mitmachmöglichkeiten im Erzähltheater mit Vöglein und Igel. Ein Bilder-Bingo lockte Kinder auf die Suche im Kita-Gelände. Die Schaukeln kamen nicht zur Ruhe. Geklettert wurde auch ständig. Krippenkinder sah man auch schon – natürlich in engerer Begleitung. Und Geschwister, die bereits die Schule besuchen, aber gerne nochmal zurückkehren in diese Kita. Das Buffett bot reichlich Anlass, immer mal wieder Pause zu machen. Es war viel Gesundes und Erfrischendes mitgebracht worden. Ein Spendenschwein schaute, also wollte es sagen: “Macht nichts, wenn Sie nichts dabeihaben. Das kann nachgeholt werden.”

Fotos: VHS
Erwachsene, die sich sonst nur flüchtig sehen beim Bringen und Abholen, kamen hier und da ins Gespräch. Männer waren keine verschwindende Minderheit. Eine wunderbare Atmosphäre entwickelte sich im vielgestaltigen Gelände. Denn dem grauen Himmel war die Kraft und die Offenheit der Herzen entgegengesetzt worden. Also die wahre Sonne.
Dass solch ein Event für das Team und die Praktikantinnen keine Freizeit ist, könnte man glatt vergessen bei so reibungslosem Ablauf und so guter Stimmung. Das Fest fand seinen Abschluss mit einem Segenslied. Sehr viele Kinder konnten schon einstimmen in die Melodie: “Gott, dein guter Segen ist wie des Freundes Hand…”
