Blumen und würdigende Worte zum 96. Geburtstag von Eva Strittmatter

Personen vor einer Villa in Neuruppin

“In diesem Haus wurde Eva Strittmatter am 08.02.1930 geboren”, heißt es auf einem Infoschild am Haus Schlossgarten. Aus Anlass des 96. Geburtstages konnte Bürgermeister Nico Ruhle bei widrigen Wetterbedingungen eine Schar ganz Treuer und Verwegener begrüßen. Verse der Lyrikerin schienen wie geschaffen für diesen Tag.

Von Volkmar Heuer-Strathmann

“Ich mach ein Lied aus Stille. Ich mach ein Lied aus Licht. So geh ich in den Winter. Und so vergeh ich nicht”, heißt es am Ende des Gedichts “Vor einem Winter”. Es ziert den Eva-Strittmatter-Platz alle Tage. Der Platz gehört zu den rund 40 Frauenorten in Brandenburg.
Dass es sich – anders als im Falle von Theodor Fontane – nicht um die offizielle Bezeichnung des Arreals handelt, sei auch in Erinnerung gerufen. Deshalb das braune Hinweisschild. Bürgermeister Ruhle bedankte sich herzlich für die Pflege des Platzes und überreichte als Anerkennung ein kleines Blumenpräsent. Natürlich Frühblüher, die später auf dem Platz eingepflanzt werden als nachhaltiges Zeichen der Erinnerung. Nicht anders der repräsentative Blumenschmuck der Stadt.

Frühblüher als Zeichen der Zuversicht am verschneiten Eva-Strittmatter-Platz.
Fotos: VHS

Vorbeifahrende hupten, es wurde aus Autos gewunken. Für Ruhle ein klares Zeichen, dass Eva Strittmatter, geborene Braun, in Neuruppin immer mehr Aufmerksamkeit genießt. Derart humorvoll eingestimmt, konnte es im Museum Neuruppin wenig später mit der eigentlichen Geburtstagsfeierlichkeit weitergehen. Was einem auf dem Weg dahin gar nicht aus dem Kopf gehen will, ist die sonderbare Zeitwahl auf jenem Schild: “Sie gehörte zu den meistgelesenen Lyrikerinnen im deutschsprachigen Raum…” Da ist man noch nicht in der Gegenwart angekommen.

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