„Dein Park – Deine Stadt“: Ein Projektabschluss, der zeigt, wie Neuruppin zusammenarbeitet

|

Im stimmungsvoll beleuchteten Hof des Alten Gymnasiums feierte Neuruppin den Projektabschluss von „Dein Park – Deine Stadt“. Rund 30 engagierte Bürgerinnen und Bürger kamen zusammen, um bei Glühwein, Grillwurst und Feuerstelle auf fünf Jahre gemeinsamer Parkentwicklung zurückzublicken. Die Stadt dankte allen, die den Stadtpark und die Innenstadt mit ihren Ideen, Aktionen und ihrem Einsatz aktiv mitgestaltet haben – ein Abend voller Wärme, Rückblick und Aufbruchsstimmung.

Von: macron

Was als kleine Idee begann, ist heute eines der lebendigsten Beteiligungsprojekte Neuruppins: „Dein Park – Deine Stadt“. Fünf Jahre nachdem die evangelische Schule den Anstoß gab, den in Dornröschenschlaf liegenden Stadtpark neu zu beleben, zeigt sich, wie sehr gemeinschaftliche Stadtentwicklung eine Stadt verändern kann. Ende November feierte die Stadt Neuruppin nun den offiziellen Projektabschluss – gemeinsam mit rund 30 Bürgerinnen und Bürgern, die das Vorhaben über Jahre hinweg unterstützt haben.

Die Veranstaltung war ausdrücklich als Dank der Stadt an die Engagierten gedacht. Bei Grillwurst, Glühwein und Feuerstelle entstand eine warme, gelöste Atmosphäre – ein Abend, der etwas von der Energie transportierte, die das Projekt über all die Jahre getragen hat.

Ein Projekt, das immer größer wurde

Der Ursprung des Projekts liegt in einem einfachen Gedanken: gemeinsam schauen, wie der Stadtpark aktiviert werden kann. „Das war damals eine Idee der evangelischen Schule, die wir dann gemeinschaftlich weiterentwickelt haben“, erinnert sich ein Mitglied des Projektteams .

Seitdem ist enorm viel geschehen: neue Infrastruktur, Sitzmöbel, Kulturprogramme, Bildungsangebote und Naturerfahrungsprojekte wurden umgesetzt. Auch historische Initiativen leben weiter – etwa die gemeinsame Parkpflege von Verschönerungsverein und Reservistenkameradschaft, die schon vor über 20 Jahren begann.

„Mittlerweile unterstützen sogar Schulklassen gemeinsam mit unserem Team Stadtgrün die Pflege des Parks“, betont ein Verantwortlicher der Stadtverwaltung .

Parkfest, Parkschule und neue Lernorte

Neben der Pflege haben sich zwei große Säulen etabliert: das jährliche Parkfest und die neu entstandene Parkschule. Hier wird Unterricht nach draußen verlegt.

„Wir waren mit über 130 Schülerinnen im Park unterwegs – die jungen Menschen kommen immer ganz verändert wieder heraus“, berichtet eine Lehrerin begeistert .

„Ich nehme nicht nur einen Funken mit – ich habe einen ganzen Kopf voll Feuer.“
Fotos: macron

Von der Parkidee in die Stadtmitte

Später entstand die Frage: Wie lässt sich die Energie des Parks in die Innenstadt tragen? Drei Plätze wurden ausgewählt – Kirchplatz, Schulplatz, Braschplatz. Jeder ein Ort mit Potenzial, aber auch offensichtlichen Defiziten.

Die farbigen Lichtinstallationen – vom Pink der Baumstämme bis zum Rot der Straßenlaternen – sorgten für Aufmerksamkeit und Gesprächsstoff. „Es ging darum, sichtbar zu machen, dass hier etwas passiert“, erklärt das Team .

Testfelder und Beteiligung

Popup-Hochbeete, eine wachsende Holzbühne, Kreativangebote und ein gemeinschaftlich organisiertes Beachvolleyballfeld ließen die Plätze lebendig werden.

Eine Ehrenamtliche erzählt:
„Ich habe viel an den Hochbeeten mitgearbeitet. Es war schön zu sehen, wie Menschen aus allen möglichen Ländern vorbeikamen und mitgemacht haben.“

Auch das Ordnungsamt zeigt sich beeindruckt:
„Ich war am Anfang skeptisch wegen Vandalismus, aber wie pfleglich die Neuruppinerinnen mit allem umgegangen sind, hat mich positiv gestimmt“, heißt es aus der Behörde .

Ein Dankeschön mit Bedeutung

Beim Projektabschluss wurde deutlich, wie sehr die Stadt die Beteiligung schätzt. Grillwürste brutzelten, Glühwein dampfte, Menschen standen im Kreis am Feuer – ein Abend, der zugleich Rückblick und Ausblick war.

Der Bürgermeister brachte es auf den Punkt:
„Wir möchten Menschen, die Verantwortung übernehmen und mitgestalten. Dieses Wechselspiel hat hier unglaublich gut funktioniert.“

Wie es weitergeht

Die Zukunft soll nun gemeinsam mit den Beteiligten entwickelt werden – mit neuen Aktionen, neuen Partnern und viel Rückenwind.

Ein Teilnehmer fasst den Geist des Abends zusammen:
„Ich nehme nicht nur einen Funken mit – ich habe einen ganzen Kopf voll Feuer.“

„Dein Park – Deine Stadt“ endet als Projekt – aber beginnt als Haltung: gemeinsam Verantwortung übernehmen, gemeinsam gestalten, gemeinsam feiern.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert