"Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" Foto: Museum Neuruppin
Vom 11. Februar bis 9. März 2026 zeigt das Museum Neuruppin die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“. Die interaktive Ausstellung des Anne Frank Zentrum verbindet Anne Franks Lebensgeschichte mit aktuellen Fragen zu Identität, Ausgrenzung und Zivilcourage – besonders für Jugendliche.
Von: macron
Wanderausstellung verbindet Geschichte, Gegenwart und Jugendperspektiven
Vom 11. Februar bis 9. März 2026 ist die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ im Museum Neuruppin in der August-Bebel-Straße 14/15 in Neuruppin zu sehen. Das interaktive Ausstellungsangebot des Anne Frank Zentrum richtet sich besonders an Jugendliche, steht aber allen Interessierten offen.
Die Ausstellung war vor zwei Jahren Teil des bundesweiten Jubiläumsprogramms „30 Jahre Anne Frank Zentrum“ und ist als moderner Lernort konzipiert. Sie nähert sich dem Leben von Anne Frank (1929–1945) aus einer persönlichen Perspektive – und stellt zugleich große historische und aktuelle Fragen.
Anne Frank zählt zu den bekanntesten Opfern des Holocaust. Ihr weltweit gelesenes Tagebuch ist Symbol für den nationalsozialistischen Völkermord an den Jüdinnen und Juden und zugleich ein eindrucksvolles Zeugnis der Gedankenwelt einer jungen Schriftstellerin.
Die Ausstellung wurde gemeinsam vom Anne Frank Zentrum in Berlin und dem Anne Frank Haus entwickelt. In Neuruppin wird das Projekt vom Museum organisiert und von der Stiftung Soziales Neuruppin gefördert.
Eröffnung am 11. Februar um 17 Uhr
Zur offiziellen Eröffnung laden das Anne Frank Zentrum und das Museum Neuruppin am
Mittwoch, 11. Februar 2026, um 17 Uhr ins Museum Neuruppin ein.
Nach der Begrüßung durch Museumsleiterin Maja Peers sprechen Nico Ruhle, Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin, sowie Frank Jüttner, Vorstand des Fördervereins für das Museum Neuruppin e. V.
In die Ausstellung führt Christine Wehner, Bereichsleiterin für „Bundesweite Lernräume und Vernetzung“ sowie „Wanderausstellungen“ im Anne Frank Zentrum, ein.
Eine persönliche Geschichte – eingebettet in die Zeitgeschichte
Die Ausstellung zeichnet Anne Franks Lebensweg nach: von ihrer Kindheit in Frankfurt am Main über die Flucht der Familie vor den Nationalsozialisten in die Niederlande, das Leben im Amsterdamer Versteck bis hin zur Entdeckung, Deportation und den letzten Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen.
Zahlreiche private Fotografien ermöglichen einen sehr persönlichen Blick auf Anne Frank, ihre Familie sowie Freundinnen und Freunde. Ihre individuelle Geschichte wird dabei konsequent mit der Geschichte des Nationalsozialismus, des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs verknüpft. Neben den Perspektiven der Verfolgten und ihrer Helferinnen und Helfer werden auch die Rollen von Mitläuferinnen und Mitläufern sowie Täterinnen und Tätern thematisiert – und damit die Komplexität historischer Verantwortung sichtbar gemacht.
Fokus auf Jugendliche und Gegenwartsfragen
Ein eigener Ausstellungsteil richtet sich gezielt an junge Menschen. Zentrale Fragen wie
„Wer bin ich?“, „Wer sind wir?“ und „Wen schließe ich aus?“ stehen im Mittelpunkt. Kurze Filme mit Jugendlichen regen zur Diskussion über Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung an.
Ausgehend von der Frage „Was kann ich bewirken?“ ermutigt die Ausstellung Besucherinnen und Besucher zu eigenem Engagement. Speziell ausgebildete jugendliche Peer Guides begleiten Schulklassen und Gruppen und ermöglichen einen niedrigschwelligen, altersgerechten Zugang zu den Themen.
Öffnungszeiten und Anmeldung
Die Ausstellung ist montags sowie mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
Einzelpersonen, Schulklassen und Gruppen sind willkommen. Besuche außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind nach vorheriger Anfrage möglich.
Führungen mit Peer Guides können per E-Mail unter info@museum-neuruppin.de angefragt werden.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Museums Neuruppin sowie beim Anne Frank Zentrum.
Quelle: Museum Neuruppin
