Die Adventszeit bietet viele Gelegenheiten, sich mit anderen Menschen gemeinsam einzustimmen auf die erwarteten freudigen Ereignisse. Ob Senioreneinrichtungn oder Kindertagesstätten, ob in Schulen, Betrieben oder Vereinen – überall gehen die Lichter an. Auch die unsichtbaren. Für den evangelischen Kindergarten “Wilhelmine Feige” war es die erste Adventsfeier.
Von Volkmar Heuer-Strathmann
Eigentlich blickt man auf eine 170jährige Tradition zurück. Doch an die Gründerin Wilhelmine Feige erinnert man erst seit diesem Jahr mit ihrem Namen. Zur Adventsfeier hatten sich sehr viele Kinder samt Verwandtschaft eingefunden. Nicht Bringen oder Abholen war angesagt. Keine Eile! Einfach dableiben! Dem Glück Raum geben. Und Zeit. Bloß kein Handysignal!
Zwei Mädchen hießen alle Gäste herzlich Willkommen. Ein Chor aus lauter Fuchskindern erfreute die Gäste kurz darauf mit modernen Versen. Die Kinder im Vorschulalter wollen nicht, dass die Weihnachtsbotschaft im Trott untergeht oder im Konsumrausch. Es darf schon mal ein bisschen mehr sein – ein Wunschzettel in ihren Worten.
Das Lied “Machet die Herzen weit!” sangen alle gemeinsam, begleitet von einem kleinen Orchester. Pfarrer Thomas Klemm-Wollny hatte mit dem Wort von der bald anstehenden “Geburtstagsfeier” die Aufmerksamkeit gleich zu Beginn geweckt. Gott lade ein. Beschenkt würden alle. In einer kleinen Geschichte machte er einen grauen Faden zum Glücksbringer. Denn der leuchtet am Ende, vorbei die Tristesse. Ohne ihn wäre die Kerze kein himmlisches Licht.
Überraschungen warteten in allen Ecken auf alle Versammelten. Das Team um Anna Cron hatte keine Mühe gescheut, um die Herzen zu erfreuen. Glücklich, wer dabei sein durfte. Wer nicht, wird andernorts in Neuruppin und drum herum hoffentlich auch so herzlich empfangen werden. Oder mal auf der Straße adventlich angelächelt.







